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Weichenstellungen für die Zukunft
Die Bundesregierung gemeinsam mit der Verkehrswirtschaft hat sich das Ziel gesetzt, das Güterverkehrssystem effizienter werden zu lassen durch den „Masterplan Güterverkehr und Logistik”, der am 16.Juli 2008 durch das Kabinett verabschiedet worden ist. Der erarbeite Masterplan beschildert die strategische verkehrspolitische Orientierung und die wesentlichen Weichenstellungen zur Sicherung einer leistungsfähigen Infrastruktur und zur Gestaltung eines energiesparenden, effizienteren und umweltschonenden Verkehrs. Der Masterplan Güterverkehr und Logistik enthält konkrete Handlungsempfehlungen, die zur Steigerung der Effizienz der deutschen Güterverkehrslogistik beitragen sollen.
Zudem sollen die Handlungsempfehlungen des Masterplans zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und durch entsprechende Impulse zu mehr Wachstum und Beschäftigung beitragen. Die Erarbeitung des Masterplans ist das Ergebnis eines vom Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung breit gestalteten Diskussionsprozesses mit etwa 700 Experten aus der Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Gewerkschaften und Umweltverbänden.
Zu den wichtigsten konkreten Handlungsempfehlungen, die in dem Masterplan enthalten sind, gehören folgende Maßnahmen:
- Optimale Nutzung der Verkehrswege / Effiziente Gestaltung des Verkehrs
Ziel ist die Stärkung des Gesamtverkehrssystems. Die zur Verfügung stehenden Verkehrswege sollen optimal genutzt und der Verkehr effizient gestaltet werden. Konkrete Handlungsaktivitäten zur Stauvermeidung werden intensiviert und weiter betrieben. Das Baustellenmanagement wird optimiert, Verkehrsmanagementsysteme werden vernetzt und die erforderlichen Parkflächen für LKW an Autobahnen werden schnell geschaffen.
- Vermeidung von Verkehr / Sicherung von Mobilität
Ziel ist die Verbesserung der Transportketten u.a. durch eine Optimierung von Transitverkehren. Dies kann durch die Ausgestaltung europäischer Netze und einen intensiven Einsatz des Kurzstrecken-Seeverkehrs erzielt werden. Eine Initiative für eine wirksamere Logistik in dem städtischen Raum soll Güterverkehr in den Städten effizienter gestalten und zur Sicherung der Lebensqualität in Ballungsräumen beitragen.
- Mehr Verkehr auf Schiene und Wasser
Schienengüterverkehr und Binnenschifffahrt sollen beim Gütertransport stärker eingesetzt werden, weil sie umweltfreundlich sind. Dazu werden die Finanzmittel für den kombinierten Verkehr von 62,5 Millionen auf 115 Millionen Euro im Jahr erhöht. Innovative Umschlagtechniken im kombinierten Verkehr sollen von einem Förderprogramm unterstützt werden.
- Stärkerer Ausbau von Verkehrsachsen und Knoten
Trotz aller Tatkräfte zur Effizienzsteigerung sind in der Verkehrsinfrastruktur immer noch Engpässe vorhanden, daher ist es erforderlich, Verkehrsachsen und Verkehrsknoten auszubauen. Dies bedeutet eine Entmischung von Personen- und Güterverkehr durch eine Verringerung der Trassenkonflikte bei Schiene sowie eine systematische Beseitigung der Engpässen bei Schiene und Straße. Ein solches Vorhaben erfordert eine Verstärkung der Verkehrsinvestitionen, was auch der mittelfristigen Finanzplanung der Bundesregierung geplant ist.
- Umweltschonender Verkehr
Ziel ist es, neben der Lärmminderung auf der Schiene die Verbesserung der Umwelt- und Sicherheitsstandards, damit Lärm- und Schadstoffemissionen sowie Unfallrisiken reduziert werden können sowie die Verlagerung des Verkehrs auf umweltfreundlichere Verkehrsträger. Zudem soll ein Konzept für eine Unterscheidung der Maut nach Strecken und Zeitklassen entwickelt werden, um intensiv befahrene Strecken zu bestimmten Tageszeiten mit höherer Maut zu belegen und um zu anderen Tageszeiten die Maut zu reduzieren.
- Verbesserung der Arbeits- und Ausbildungsbedingungen
Es ist erforderlich, die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen im Transportgewerbe zu verbessern. Konkrete Maßnahmen dafür sind eine Aus- und Weiterbildungsinitiative, ein regelmäßiges Monitoring der Arbeitsbedingungen in Güterverkehr und Logistik sowie die Sicherstellung der notwendigen Kontrolldichte, um die Sozialvorschriften im Straßengüterverkehr einzuhalten
(Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, www.bmvbs.de)





