Die Megatrends für die zukünftige Logistik
>>> zurück zu Logistikwirtschaft
Globalisierung der Produktion und des Wirtschaftsverkehrs
Die Welt wächst zunehmend zusammen. Die politischen und ideologischen Grenzen lassen nach, Handelsbarrieren werden abgebaut und Zölle entfernt. Außerdem bieten innovative Informations- und Kommunikationstechnologien innovative außerordentliche Möglichkeiten. Aufgrund dieser Entwicklung nimmt der Bedarf an Logistikleistungen verstärkt an. Die Logistik wird für zukunftsorientierte Unternehmen zu einem ausschlaggebenden Erfolgsfaktor. Kunden- und Lieferanten-Netzwerke können weltweit ausgeweitet werden. Jedoch entsteht parallel auch eine weltweit gesteigerte Wettbewerbintensität. Mit anderen Worten: Die Globalisierung bietet neben vielen neuen Chancen auch manche neue Herausforderungen.
Postindustrielle Gesellschaft
In den westeuropäischen Ländern wird es zu einem Ende des Wachstums der industriellen Güterproduktion kommen. Dafür wird zu einer Steigerung des Bedarfs nach Individualisierung der Produkte und nach einer zunehmenden Anreicherung von Sachgütern mit Dienstleistungen .
Verkürzung der Produktlebenszyklen
Für den Erfolg eines Unternehmens wird es immer wichtiger, direkt auf Kundenwünsche reagieren zu können. Das heißt: Statt Vorratsproduktion „Just-in-Time“ Reaktion auf Kundenaufträgen. Durch den heutigen technologischen Fortschritt verkürzen sich die Entwicklungszeit von Produkten und deren Verweildauer auf dem Markt. Die Logistik bietet dabei spezifische Konzepte für die Optimierung von Produktentwicklungs- und Auftragsabwicklungszeit sowie die Reaktionsschnelligkeit der Unternehmen.
Wachsende Umweltsensibilität und Umweltbedrohungen
Die Bedrohungen der logistischen Systeme durch Terrorismus und politische Eingriffe wird in Zukunft wachsen. Ebenso wird das Bewusstsein zunehmen hinsichtlich den Bedrohungen, die Energieverbrauch, Raumverzehr und Schadstoffemissionen der Logistik verursachen.
Struktur- und Prozessorientierung
Die Erfolgswirkungen von optimierten Struktur- und Prozessorganisation werden wieder entdeckt. Für eine erfolgreiche Unternehmensführung ist eine Verknüpfung der Wirtschaftsaktivitäten erforderlich, die zur Befriedigung der Kundenbedürfnisse beitragen, weil diese einen wirkungsvollen Einfluss auf die Produktionskosten, die Qualitäten sowie die Reaktionsschnelligkeit der Unternehmen und auf die Fähigkeit sich an die sich verändernde Umfeld- und Marktanforderungen anzupassen, haben.
Diese Entdeckung wirkt sich als Prozessorientierung oder Versorgungskettendenken zunehmend stärker auf die Unternehmenssprache und die Handlungen eines. Ganzheitliche „Pull“- orientierte Managements von Lieferketten mit Just-in-Time und CRP rücken vor, die Anforderungen an Prozess- und IT-Wissen steigen an, Erfolgsfaktoren wie Leanmanagement, Prozessmanagement und Eventmanagement nehmen zu.
Deregulierung und Privatisierung
Einst staatliche Kommunikations- und Verkehrsdienste werden dereguliert und privatisiert und neue hybride Logistikanbieter treten auf. Es entstehen neue Anbieter und Leistungsangebotspakete, mehr Wettbewerb durch ehemalige Bahn- und Postunternehmen. Es kommen neue Investoren aus der Finanzbranche. Der Wettbewerbdruck wird zunehmen.
Shareholder-Value-Denken
Der Trend zur Konzentration auf die Kernkompetenzen setzt sich fort. Eine von finanziellen Gründen sich ergebende Konzentration auf Reduzierung von Komplexitäten wird immer wichtiger. Aktivitäten, die nicht zu den Kernkompetenzen, werden ausgelagert. Solch ein Outsourcing ermöglicht die Entstehung von neuen Organisationen, die zu leistungsstarken und steuerbaren Bausteinen der zukünftigen Wertschöpfungsketten, Konzernstrukturen und Volkswirtschaften werden. (Quellen: www.atl.fraunhofer.de und www.dhl-discoverlogistics.com)





