Güterverkehr wird sich bis 2050 verdoppeln
Nach einer Studie von Progtrans AG und Prognos AG im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wird sich der Güterverkehr in Deutschland bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Die Marktanteile Der Straßengüterverkehr, Schienengüterverkehr und der Binnenschifffahrt werden sich nach den Einschätzungen der Studie jedoch essentiell nicht verschieben. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das Güterverkehrsaufkommen im Vergleich zu heute um knapp die Hälfte von 3,7 Milliarden Tonnen auf dann fast 5,5 Milliarden Tonnen zunehmen wird. Parallel wird sich die Güterverkehrsleistung von heute etwas weniger als 600 Milliarden Tonnenkilometer auf über 1.200 Milliarden Tonnenkilometer mehr als verdoppeln. Diese Entwicklungen werden zum einem von einer langfristig ansteigenden Aussenhandelsverpflechtung und zum anderem von einer stagnierenden Binnennachfrage ab 2030.
Insbesondere soll der Transit- bzw. Durchgangsverkehr eindeutig zunehmen. Hierbei geht man davon aus, dass bis zum Jahr 2050 die Leistung dermaßen stark wachsen wird, dass sie rund ein Fünftel des gesamten Güterverkehrs auf den deutschen Verkehrswegen entsprechen wird. Insbesondere der Schienegüterverkehr wird bis zum Jahr 2050 die höchsten Wachstumsraten sowohl beim Aufkommen als bei der Leistung verzeichnen. Der Anteil Schienegüterverkehr am gesamten Güterverkehr soll dann 18,7 Prozent betragen. Ab 2030 soll das Aufkommen im Binnenverkehr wird ab 2030 stagnieren. Dies wird sich jedoch nicht in der Binnenverkehrsleistung niederschlagen, weil die Transportweiten leicht zunehmen werden. Die grenzüberschreitenden Verkehre nehmen demgegenüber zu. Da die Transportweiten auf inländischen Streckenabschnitten hierbei nur begrenzt zunehmen, sind die Wachstumsraten von Aufkommen und Leistung beieinander liegend.
Der Rückgang der Binnenverkehrstonnage schlägt sich ab 2030 im Straßengüterverkehr nieder. Aufkommen und Leistungen werden in der Binnenschifffahrt zunehmen. Der Anteil am Gesamtaufkommen der Transportmengen, die auf deutschen Wasserwegen befördert werden, sollen bis 2050 stabil bleiben.
Aus der Studie geht zudem hervor, dass Deutschland insbesondere von der anhaltenden Ausweitung des Weltmarktes und des globalen Handels profitieren wird. Bis zum Jahr 2050 soll der der Export von Waren und Dienstleistungen außergewöhnlich zunehmen. Diese generelle aussichtsreiche wirtschaftliche Entwicklung wird eine hohe Güterverkehrsnachfrage mit sich bringen. Aus diesem Grunde wird die Bereitstellung einer bedarfsgerechten Infrastruktur auch in Zukunft eine ausschlaggebende Schlüsselfunktion haben.
Investitionen notwendig
Die Ergebnisse der Studien zur Abschätzung des Güterverkehrs bis zum Jahr 2050 unterstreichen die beträchtliche Bedeutung und Erforderlichkeit von Investitionen des Bundes, die im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung durchgeführt werden sollen. Zudem sind Investitionen auch in den Verkehrssystemen notwendig, um eine optimale Arbeitsteilung und Güterversorgung sowohl in Deutschland als auch in Europa sicherzustellen. Dabei sind Entsprechende Kapazitäten über Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und den Einsatz von Telematikanwendungen zur Verkehrssteuerung zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang ist die Erhaltung des Verkehrsnetzes hinsichtlich der hohen Abnutzung der Infrastruktur mit Gütertransporten sehr wichtig. (Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, www.bmvbs.de)




