Karriere - Quo vadis?

  • Läuft alles nicht so wie geplant?
     
  • Spielt der Chef nicht so   mit wie erhofft?
     
  • War doch der falsche Job beim letzten Wechsel? 

Wenn Sie auf diese Fragen eine Antwort suchen, hilft unsere kostenfreie Online-Live-Karriereberatung! Sie fragen, Experten antworten! Hier geht es zur >>> Online-Karriereberatung

Beliebte Seiten

Gehalts-Vergleich

Tags

Live-KarriereberatungLogistik-Absolventen-BefragungLogistik-BlogSeminareSeminare - WeiterbildungVeranstaltungen

TYPO3 Cumulus Flash tag cloud by TYPO3Macher (based on WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck) requires Flash Player 9 or better.

 

 

 

 

Logistikwelt 3

 
   

 

 >>> zurück zur Startseite

Was ist Logistik?

Ursprünglich stammt der Begriff Logistik aus dem militärischen Bereich und umfasst dort die Transportsorganisation, die Koordination des Nachschubs der Truppenbewegungen sowie die materielle Versorgung, die Materialerhaltung, die Materiallenkung und die Unterbringung der Soldaten. Die Logistik wurde zunächst in der amerikanischen Managementlehre sowie in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur aufgenommen. Im Laufe der Jahre ist daraus die industrielle Logistik als unternehmerischer Funktionsbereich hervorgegangen, welche als Querschnittsdisziplin die typischen Funktionsbereiche eines Unternehmens durchquert und im diesem Sinne einen bestmöglichen Materialfluss koordiniert. Ziel der Logistik ist es, branchenübergreifend und weltweit dafür zu sorgen, dass die Verfügbarkeit der richtigen Güter, in der korrekten Menge, im reibungslosen Zustand, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, für den richtigen Kunden und zu den richtigen Kosten gesichert wird.

"Logistik ist nicht alles, aber ohne Logistik ist alles nichts." (Quelle: Kurt Beck)

Logistik ist beinahe überall. Sie ist viel mehr als Transport, Umschlag und Lagerung. Logistik bedeutet die intelligente Planung und Steuerung von Wertschöpfungsketten. Mit anderen Worten: Logistik ist die integrierte Planung, Organisation, Steuerung, Abwicklung und Kontrolle der gesamten Güterflüsse und der zugehörigen Informationsflüsse eines Unternehmens, von der Entwicklung und Produktion, über Absatzplanung, Marketing und Beschaffung bis hin zum Vertrieb beim Endkunden, einschließlich der Abfallentsorgung.

Im Englischen wird solch eine Wertschöpfungskette als Supply Chain Management bezeichnet. Supply Chain Management bzw. Lieferkettenmanagement umfasst alle Aufgaben der Logistik und die Koordinierung und Kooperation der Beteiligten wie z.B. Lieferanten, Händler, Logistikdienstleistern und Endkunden. Die Logistik bietet für Gesamt- und Teilsysteme in Unternehmen, Konzernen, Netzwerken und selbst in virtuellen Unternehmen prozess- und kundenorientierte Lösungen. Dabei fließen in alle Prozessketten die wichtigsten Teilgebiete der Logistik ein: Die Beschaffungslogistik, Produktionslogistik, Distributionslogistik, Entsorgungslogistik und Verkehrslogistik.

Mehr Logistik durch Globalisierung

Logistik hat im Zuge der Globalisierung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Sie ebnet den Weg für die Globalisierung. Beschaffung, Produktion und Absatz sind inzwischen zu globalen Wirtschaftsfaktoren geworden. Logistik wird in Zeiten einer zunehmenden globalisierten Wirtschaft ein unabdingbares verbindendes Element. Wenn z.B. ein Produkt, das für den amerikanischen Markt bestimmt ist, in Europa mit Bauteilen gebaut wird, die z.B. in Asien hergestellt werden, sorgt die Logistik dafür, dass die Planung und Steuerung der Wertschöpfungsketten auf intelligente Weise verläuft.

Logistikunternehmen sind heute auch für Produktionsmaßnahmen und weitere wertsteigernden Dienstleistungen wichtig. Ein neuer importierter PKW erhält oftmals nicht beim Automobilhersteller Sonderausstattungen wie z.B. Sportfelgen oder Ledersitze, sondern erst in einer Werkstatt des Logistikunternehmens in dem Land, für welches das importierte Auto bestimmt ist. Das Profil der Logistikunternehmen hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte gewandelt. Der heutige Logistiker ist ein  Mehrwertdienstleister, der neben dem Gütertransport seinen Kunden weitere zahlreiche Zusatzleistungen anbietet.

Entwicklung der Logistik

Historisch betrachtet kann man die Entwicklung der Logistik in drei wichtigen Entwicklungsstufen einteilen:

Die erste Entwicklungsstufe, von den 70er bis zum Ende der 80er Jahren, war durch eine Konzentration auf Einzelfunktionen bzw. auf material- und warenflussbezogene Tätigkeiten und Funktionen, wie z.B. dem Gütertransport und der Güterverpackung gekennzeichnet. Die Organisation der Logistik war der Struktur des Unternehmens und des Kunden vollständig angepasst und vorherrschend funktionsorientiert strukturiert. Beschaffung, Produktion, Distribution und Entsorgung wurden nicht als ganzheitliche logistische Kette begriffen, sondern segmentiert abgefasst.

In der zweiten Entwicklungsstufe, in den 80er Jahren, stand die Effizienzsteigerung im Logistikmanagement im Vordergrund. Ziel der Logistik war die Optimierung des zunehmenden Wettbewerbsfaktors Logistik, indem man die Schnittstellen zwischen Beschaffung, Produktion und Distribution verbesserte.

Die dritte Entwicklungsstufe, seit Mitte der 90er Jahren, ist geprägt von der ganzheitlichen Prozessoptimierung über die gesamte Logistikkette. Diese noch andauernde Phase charakterisiert sich   durch eine materialflussorientierte Betrachtungsweise, die als Ziel eine  optimale Gestaltung von Prozessen hat. Bezeichnend für diese neue Betrachtungsweise sind die Beachtung des Wettbewerbfaktors Zeit, die Reaktion auf zugenommen Erwartungen im Bereich Geschwindigkeit und Flexibilität der Produktion sowie eine Wertschöpfungskette, die den Kunden als Drehpunkt hat. (Quelle: www.logistik-bw.de)

Logistikverständnis im Wandel

Die Logistik hat  erfolgreiche und durchgreifende Strategien zur Verwirklichung von nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen entwickelt. Die Entwicklung zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft, die fortdauernde und unternehmensübergreifende Prozessorientierung, der dynamische Fortschritt der Informations- und Kommunikationssystemen sowie deren ansteigende Durchdringung von Wirtschaft und Gesellschaft, sind die wichtigsten Einflusselemente für die künftige Ausprägung der Logistik. Die Logistik muss die dazugehörigen Herausforderungen durch ein unternehmensübergreifendes Netzwerkmanagement und Prozesskettenmanagement, intensive Integration von innovativen Informations- und Kommunikationssystemen sowie die Weiterentwicklung und Anwendung von logistischen Konzepten auch auf den Dienstleistungssektor gerecht werden.

Seit dem Beginn der wissenschaftlichen Konfrontation mit der Logistik in Deutschland, hat sich das dominierende Logistikverständnis radikal gewandelt und weiterentwickelt. Wesentliche Merkmale der Logistik sind ihr konstanter Wandel und ihre Flussorientierung. Folglich übernimmt Logistik in Unternehmen neben operativen vor allem Querschnittsaufgaben koordinativer und übergreifender Art. Die Logistik muss sich mit einer ständigen Neuorientierung auseinandersetzen, damit auch bei neuen Rahmenbedingungen die effiziente Durchführung der Aufgabenstellungen der Logistik gesichert werden kann. Die Logistik hat sich in den letzen Jahrzehnten von einer Unternehmensfunktion, die ursprünglich auf die physischen Abläufe fokussiert war, zu einem ganzheitlichen, prozess- und kundenorientierten Managementkonzept und einem Führungsinstrument entwickelt.

Quelle: Baumgartner / Walter 2003

 

Die Logistik muss sich zur wirkungsvollen Erfüllung ihrer Aufgabenstellungen stets neuen Anforderungen und Entwicklungen stellen. Die Innovations- und Anpassungsfähigkeit der Logistik betrifft sowohl die zunehmenden Aufgaben in fast allen Branchen und die strategische und organisatorische Berücksichtigung und Ausbau in Unternehmen und in der Unternehmensführung. (Quelle: Bundesvereinigung Logistik e.V., www.bvl.de)

 


>>> weiter zu Teilgebiete der Logistik