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Logistik-Blog
Der Wirtschaftsaufschwung kommt nun auch langsam bei der Verkehrs- und Logistikbranche an. Nach dem Krisenjahr 2009 erwartet eine Mehrheit der Betriebe eine spürbare Verbesserung der Auftragslage. Dem Einbruch durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise konnten sich die Unternehmen nicht entziehen. Um Entlassungen zu vermeiden behalf man sich in der Vergangenheit der staatlich subventionierten Kurzarbeit. Branchenbeobachter erkennen jedoch eine Trendwende. Die Transportvolumen auf Schiene oder Straße sowie in der See- wie Luftfracht nehmen wieder deutlich zu. So steigerte sich die weltweite Seefracht in den ersten Monaten des Jahres um knapp 20 Prozent, die Luftfracht sogar um 30 Prozent. Der Anstieg wird im Wesentlichen durch Investitionsgüter wie Maschinen oder Bauteile für die Petrochemie und auch Autoersatzeile sowie durch Konsumgüter wie Nahrungsmittel und Medikamente erreicht. Der zunehmende Transport von Investitionsgütern bedeutet mehr weltweite Investitionen in Produktionsanlagen, da Unternehmen an die anziehende Nachfrage glauben, wodurch die Logistikbranche als Frühindikator für Konjunkturaussichten gilt. Wenn die Wirtschaft wieder in Schwung kommt, werden auch wieder jede Menge Konsumgüter über Wasser, Land und Luft befördert.
Knapp ein Drittel der Unternehmen wollen im laufenden Jahr sich mit Investitionen oder der Aufstockung von Personal auf das Anziehen der Konjunktur vorbereiten. Die vom Fachkräftemangel bedrohte Branche versucht zudem mit einer Vielzahl von Projekten junge Menschen für den Wirtschaftszweig Logistik zu gewinnen. Warentransport und Logistik gehören weiterhin zu den wichtigsten Branchen in Deutschland, welches inzwischen einer Studie der Weltbank zu Folge zum besten Logistikstandort Deutschlands aufgestiegen ist. Das dichte Netz von Straßen, Schienen, Wasserwegen und Flughäfen sowie die zentrale Lage Deutschlands in Europa sorgen auch in der Zukunft für gute Wachstumsaussichten, steigenden Treibstoffkosten und schärferen Umweltauflagen zum Trotz.


