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Logistik-Blog
Der harte Winter hat in vielen Regionen Deutschlands zu dauerhaft hohen Feinstaub-Konzentrationen geführt. Laut aktuellen Zahlen des Umweltbundesamtes im anhaltischen Dessau wurden im Januar und Februar an zwei Dritteln aller Tage die Grenzwerte überschritten. Der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft darf laut Gesetz zwar an höchstens 35 Tagen im Kalenderjahr überschritten werden, in vielen Kommunen Süd- und Ostdeutschlands wurde diese Marke bereits Mitte Februar geknackt. So staunten Ende Januar die Stadtväter im beschaulichen Saalestädtchen Bernburg nicht schlecht über die hohen Feinstaubbelastungen und die Überschreitung der Grenzwerte an 18 Tagen, da die frühere anhaltische Residenzstadt seit 2001 durch eine Autobahn weiträumig umfahren wird.
Die Ursachen für die hohen Feinstaubkonzentrationen in der Luft lagen, so das Umweltbundesamt, nicht an den Abgasen der Kraftfahrzeuge sondern hatten vor allem mit den anhaltend tiefen Temperaturen dieses Winters zu tun. Insbesondere Heizungsanlagen und Kraftwerke hätten zu den Luftverunreinigungen beigetragen, ein beständiges osteuropäisches Hochdruckgebiet den Austausch der Luftmassen verhindert.
Auch in der größten Umweltzone der Republik Berlin halfen die seit 1. Januar 2010 geltenden Fahrverbote für Inhaber der gelben und roten Plaketten nicht aus, um die Feinstaubbelastung in der Stadt messbar zu senken. Vielen Verfechtern dieser Maßnahmen zur gebotenen Luftreinhaltung gingen ob dieser Tatsachen schlichtweg die Argumente aus. Bislang galt, dass der Autoverkehr die wesentliche Ursache für die Luftverschmutzung ist. Jedoch bewiesen zwei Messstationen in Berlin (Neukölln und Friedrichshain) bereits Ende Januar das Gegenteil. Dort wurden trotz Umweltzone und Fahrverbote für Dieselfahrzeuge die Grenzwerte bereits 23 Mal überschritten.


