Logistiker im Management

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Logistiker im Managementbereich sind für die optimale Gestaltung des Informations- und Materialflusses und die unternehmensübergreifende Koordination der Supply-Chain-Prozesse zuständig. Die Logistikmanager kümmern sich um die Überwachung und Beschleunigung solcher Prozesse. Logistikmanager bauen vor: sie sichern die Einführung von geeignete Softwarelösungen und optimieren Organisationsstrukturen und interne Unternehmensabläufe von der Beschaffungslogistik über die Produktions- bis hin zur Distributionslogistik.

Kommt es zu Störungen in der Supply-Chain, müssen sie schnell handeln und kurzfristige Entscheidungen treffen. Logistikmanager sorgen für die Einführung neuer Qualitätsmanagementsystemen und verlassen die Prüfung und die Weiterentwicklung vorhandener Systeme. Bei Bedarf werden von ihnen Audits vorbereitet und durchgeführt. Wenn Logistikmanager in einem Unternehmen neue Prozesse einführen, ist es wichtig, dass sie zum einem Durchsetzungsvermögen und zum anderen als auch Empathie gegenüber den einzelnen Mitarbeitern und Fachabteilungen zeigen.

Der Topmanager

Aufgrund der steigenden übergreifenden und strategischen Bedeutung der Logistik werden immer mehr logistische Positionen in den mittleren und oberen Managementbereichen verankert. Es werden verstärkt umfassend hochqualifizierte Führungskräfte für die zunehmend komplexer werdenden funktions- und bereichsübergreifenden Prozesse in verschiedenen Branchen, wie z.B. Industrie, Handel oder Dienstleistungssektor gesucht.

Durch den steigenden Bedarf an Logistikexperten im mittleren und oberen Managementbereich eines Unternehmens, sind  aufgrund einer logistischen Ausbildungslücke in den höheren Hierarchiebereichen nicht nur Akademiker mit logistischem Ausbildungshintergrund, sondern Betriebswirte, Physiker oder Mathematiker, die  sich das erforderliche Wissen aneignen. Es ist auch festzustellen, dass  nach wie vor Logistiker ohne akademische Ausbildung im Management eingesetzt werden.

Anforderungen nach Hierarchieebene

Zu den typischen Anforderungen an Logistiker im Managementbereich gehören insbesondere interkulturelle Kenntnisse und verhandlungssichere Kenntnisse von Fremdsprachen. Weitere Voraussetzungen sind ausgeprägte Soft Skills wie z.B. Kommunikationsstärke und Mitarbeiterführung. Bedingung für Top-Positionen im Logistik-Management sind ganzheitliches und analytisches Denken sowie Integrität und Organisationstalent. Vertragsverhandlungen mit Logistikdienstleistern oder zur Vorbereitung von Make-or-Buy-Entscheidungen, fundiertes und tiefes Prozessverständnis sowie juristisches Know-how ergänzen das idealen Profils eines Logistik-Topmanagers.
Je nach  sind Hierarchieebene differenzieren sich jedoch Anforderungen sowohl fachlich als auch methodisch.

Operative Leitung

Logistiker in der operativen Leitung sind für den Gesamtprozess im jeweiligen Bereich verantwortlich und dienen als Schnittstelle zu vor- und nachgelagerten Bereichen. Zu den wichtigsten Anforderungen gehören:

  • Umsetzung direkter Optimierungspotenziale bei Durchführung einzelner Aktivitäten
  • Führungskompetenzen
  • Erkennung von Zusammenhängen und Wechselwirkungen


Mittleres Management

Logistiker im mittleren Management sind verantwortlich für den gesamten Logistikprozess in einem Unternehmen sowie für die angrenzenden Bereiche im Netz von Kunden und Zulieferern. Zu den wichtigsten Anforderungen gehören:

  • Umfassendes und ganzheitliches Verständnis von logistischen Prozessen und Netzen
  • Fähigkeit zum Aufbau und Betreiben von neuen logistischen Systeme und Netzen


Höheres Management

Logistiker im höheren Management verantworten die gesamte Supply Chain eines Unternehmens. Zu den wichtigsten Anforderungen gehören:

  • Ganzheitliches und integratives Denkvermögen
  • Diagnostisches und strukturierendes Denken
  • Konzeptionelle Fähigkeiten
  • Generalistische Fähigkeiten
    (Quelle: Baumgarten/Hildebrand, Berlin 2008)

 

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