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Mittwoch, 2010-06-02
10:58 - Neue Konzepte für individuelle Mobilität, Finanzkrise und UmweltbelastungenNeue Konzepte für individuelle Mobilit
Baden-Württemberg ist das Land der Autofahrer. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden 2008 insgesamt 92,6 Milliarden Kilometer mit Kraftfahrzeugen auf den Straßen im Lan...
Dienstag, 2010-06-08
09:34 - „Outstanding Paper Award“ für Verkehrssystemtechniker Wolfgang Kühn
Während des 4th International Symposium on Highway Geometric Design (4. Weltkongress für Straßenentwurf, 2.-5. Juni) an der Polytechnischen Universität Valencia (Spanien) wurde Pro...
Freitag, 2010-06-11
15:30 - Starker Auftrieb der Logistikkonjunktur in Deutschland
Die deutsche Logistikwirtschaft zeigt sich im Frühjahr 2010 in weiterhin deutlich aufwärts gerichteter Verfassung. Dies geht aus der aktuellen Erhebung des Logistik-Indikators herv...
15:42 - Logistik zieht wieder an – die Branche fordert gut ausgebildete Experten
Die Logistik-Branche ist im Aufschwung begriffen. Der Logistikmarkt fragt inzwischen wieder gut ausgebildete Logistik-Experten nach. Nachwuchsführungskräfte sollten daher jetzt mit...
15:45 - 50 Mio. Portionen Speiseeis
Mit einem zweiten Tiefkühllager verdoppelt der Apenser Speiseeis-Hersteller Eisbär seine Lagerkapazität auf rund 14.000 Palettenstellplätze in vier Gassen. Fördertechnik und Regalb...
Dienstag, 2010-06-15
08:48 - IPRI befragt Telematikanwender - Teilnahme möglich
Das International Performance Research Institute ermittelt im Auftrag GVB und unterstützt durch den BdKEP e.V., den BGL e.V., den BVT e.V., den BWVL e.V. sowie den DSLV e.V. die To...
08:50 - Universität Magdeburg erweitert Galileo-Testfeld mit intelligenter Logistik-Plattform
Am 17. Juni 2010 wird im Magdeburger Hansehafen die Logistik-Plattform des Galileo-Testfeldes Sachsen-Anhalt eröffnet. Im Beisein von Staatssekretär André Schröder werden neue, hoc...
Mittwoch, 2010-06-16
09:37 - UDE: Wissenschaftsforum Mobilität mit Innovationsmarkt am 8. Juli
Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus, fragt das zweite Wissenschaftsforum am 8. Juli an der Universität Duisburg-Essen (UDE), zu dem hochkarätige Gäste aus Wirtschaft, Wissensch...
09:43 - Postgraduate Studiengang Logistik von RWTH Aachen University und Haus der Technik Essen
Die Logistik-Branche ist im Aufschwung begriffen. Der Logistikmarkt fragt inzwischen wieder gut ausgebildete Logistik-Experten nach. Nachwuchsführungskräfte sollten daher jetzt mit...
Dienstag, 2010-06-22
09:04 - 13. IFF-Wissenschaftstage: Neue Logistikplattform des Galileo-Testfelds in Sachsen-Anhalt eröffnet
Trotz Krisenzeiten ist der Blick nach vorn gerichtet: Die Zukunftsthemen Digitales Engineering und Logistik stehen im Mittelpunkt der großen, jährlichen Konferenz des Fraunhofer-In...
09:06 - IPRI-Projekt „Ersatzteilmanagement als Zukunftsmarkt für Logistikdienstleister“ gestartet
Logistikdienstleister übernehmen vermehrt Wertschöpfungsanteile ihrer Kunden, die über die klassischen Tarnsport-, Umschlags- und Lagerleistungen hinausgehen. Eine Weiterentwicklun...
09:08 - Logistikorganisation EWTCA für den südlichen Ostseeraum gegründet
Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Wismar arbeitet seit rund einem Jahr im Logistikprojekt „East-West-Transportation-Corridor II“ (EWTC II) an einer besseren...
09:10 - TU Berlin: Kapstadt: Wider das Verkehrschaos
Rund 2,9 Millionen Menschen leben im Stadtgebiet von Kapstadt, einem der neun Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft 2010. Das Nahverkehrssystem besteht überwiegend aus priva...
11:01 - Die jährliche Lagerinspektion - eine Sache für die Profis von BITO
1988 erließ die Berufsgenossenschaft eine Kontrollvorschrift für Lagereinrichtungen. Mittlerweile gilt europaweit eine einheitliche Regelung. Die entsprechende DIN-Norm EN 15635...
Mittwoch, 2010-06-23
09:02 - Jetzt weiterqualifizieren: MBA Logistik - Management & Consulting
Am Freitag, den 02. Juli lädt die Fachhochschule Ludwigshafen alle Studieninteressenten zu einer ausführlichen Informationsveranstaltung zum berufsbegleitenden Fernstudiengang MBA ...
Freitag, 2010-06-25
08:59 - Energieeffiziente und Klima schonende Antriebskonzepte für Off-Road-Nutzfahrzeuge
Im Forschungsprojekt "LiB-OFF-Road" entwickelt die Fachhochschule Köln gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern energieeffiziente und Klima schonende Antriebskonzepte für Off-Ro...
Mittwoch, 2010-06-30
13:18 - Kühne Logistics University veranstaltet Infotag (17.07.2010)
Die KLU Kühne Logistics University, die neue Hamburger Logistikhochschule in Gründung, veranstaltet am 17. Juli 2010 einen Informationstag in der HafenCity! Am Samstag, den 17. Jul...
Krankenhaus-Logistik: High-Tech-Lösungen für den Patienten

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Hinter der medizinischen und pflegerischen Kernkompetenz eines Krankenhauses verbergen sich viele Sekundärprozesse, die den reibungslosen Ablauf des Krankenhausbetriebes garantieren. Hierzu zählen zahlreiche Logistikdienstleistungen wie Warenwirtschaft, Patiententransport und Entsorgung von Medizin- und Medikalprodukten.

Aufgaben und Ziele

Die Krankenhauslogistik hat die wichtige Aufgabe, die Verfügbarkeit sämtlicher Ressourcen (Personal, OP-Säle, Betten, Medikamente, usw.) sicherzustellen, die für die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung nötig sind. Bei der Planung von Prozessabläufen im Krankenhaus werden oftmals mehrere gegenläufige Ziele verfolgt, d. h. nicht alle Ziele können vollständig erfüllt werden, wie zum Beispiel:

  • Planungssicherheit (z. B. hohe Termintreue)
  • Effizienz (z. B. hohe Ressourcenauslastung)
  • Patientenzufriedenheit (z. B. kurze Wartezeit)

Krankenhauslogistik - Probleme und Konflikte

Während eines Klinikaufenthalts werden in der Regel verschiedene Untersuchungen und Behandlungen in den entsprechenden Funktionsbereichen durchgeführt. Aus Sicht des Patienten sind die Terminvereinbarungen mit möglichst geringen Wartezeiten einzuhalten. Die Leitstellen wiederum fordern möglichst wenig Leerlauf für Personal und Geräte. Durch den zunehmenden Einsparzwang ist das Krankenhausmanagement außerdem an der weitgehenden Vermeidung zusätzlicher Kosten interessiert, wie sie beispielsweise durch Überstunden entstehen können.

Methodische Vorgehensweise


Im Schwerpunkt unserer Vorgehensweise steht die Erstellung ausgewogener Planungsvorschläge, die gute Kompromisse zwischen konträren Zielen unter Beachtung technischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bieten. Ferner werden Handlungsspielräume für die Planungsziele aufgezeigt, die eine individuelle Entscheidungsfindung ermöglichen.

»Harte« und »weiche« Rahmenbedingungen


Das Fraunhofer ITWM entwickelt Optimierungsmodelle und -methoden, die auf verschiedene Datenpools (z. B. Krankenhausinformationssystem und andere EDV-Systeme) und Präferenzen der Akteure zugreifen. Dabei werden diverse »weiche« und »harte« Rahmenbedingungen berücksichtigt, die die verfügbaren Ressourcen beschränken. Weiche Einschränkungen sind solche, die zur Optimierung der Pläne dienen, aber nicht unbedingt eingehalten werden müssen; ihre Überschreitung wird jedoch bestraft. So kann nach Auslastung  der vorhandenen personellen Ressourcen zusätzliche Kapazität in Form von Überstunden genutzt werden.

Zu den harten Einschränkungen gehört beispielsweise die technische Ausrüstung der OP-Säle. Der Nutzen einer modellgestützten Planung im Bereich der Krankenhauslogistik ist für den Anwender sehr hoch. Denn mit ihr lassen sich die verfügbaren Ressourcen effizient einsetzen und Ziele wie höhere Patientenzufriedenheit, verbesserte Personalplanung und geringere Kosten erreichen.

Während eines Krankenhausaufenthalts nimmt der Patient meist verschiedene Funktionsbereiche in Anspruch, in denen Leistungen zur Diagnose und Therapie erbracht werden. Lange Wartezeiten sind dabei nicht ungewöhnlich, wenn eine geplante Untersuchung sich verzögert oder wenn der Krankentransportdienst den Patienten nicht zur gewünschten Uhrzeit abholen kann.

Aufgabe und Bedeutung


Der Krankentransportdienst befördert Patienten zwischen Bettenstationen und Leistungsstellen als Schiebedienste oder mit speziellen Fahrzeugen. Die tägliche Disposition dieser Transporte gehört zwar nicht zu den Kernaufgaben einer Klinik, hat jedoch erhebliche Auswirkungen auf andere Bereiche: Wenn beispielsweise der zu operierende Patient nicht rechtzeitig im OP-Bereich eintrifft, kommt es zu teurem Stillstand. Bei der Abwicklung von Krankentransporten werden offene Aufträge den verfügbaren Transportteams unter Berücksichtigung ihrer räumlichen und zeitlichen Nähe zugeteilt. Für jedes Team werden verschiedene Aufträge zu einer Tour gebündelt, wobei jede Tour die Reihenfolge der anzufahrenden Abhol- und Zielorte sowie die geplanten Ankunftzeiten für die Anfahrpunkte enthält.

Dabei entstehen konfliktäre Ziele:

  • Minimierung der Betriebskosten durch möglichst kurze Touren und weitgehende Vermeidung von Leerfahrten
  • gleichmäßige Auslastung der Transportressourcen
  • Verbesserung der Servicequalität durch geringe Patientenwartezeiten Vorteile mathematischer Verfahren

 

Mithilfe mathematischer Optimierungsverfahren werden die besten Kompromisse herausgefiltert und dem Disponenten zur Entscheidungsunterstützung unterbreitet. Da im Laufe des Tages ständig neue, kurzfristig angeforderte Transportaufträge (z. B. durch Klinik-Neueinweisungen und Notfälle) auftreten, werden bestehende Tourenpläne in Echtzeit überarbeitet. Der OP-Bereich ist der kostenintensivste Arbeitsplatz im Krankenhaus. Durch verbesserte Koordination und Planung aller Arbeitsabläufe lassen sich Verbesserungspotenziale für die Krankenversorgung erschließen und Einsparungen erzielen. Zu den Tätigkeiten des OP-Managements gehören die OP-Planung, die Abstimmung der benötigten und der vorhandenen Personalkapazitäten und Materialressourcen, die Organisation der Personaleinsatzpläne, die Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit des OP-Bereiches und das Qualitätsmanagement.

Mittelfristige OP-Planung

Bei der mittelfristigen OP-Planung werden Termine ca. eine bis drei Wochen im Voraus gebucht.

Eine balancierte wöchentliche Aufteilung der verfügbaren Ressourcen wie zum Beispiel die Belegung der OP-Säle und der Betten, sowie das Einhalten der regulären Arbeitszeiten bzw. der jeweiligen Kontingente der Abteilungen sind hierbei von besonderer Bedeutung.

Kurzfristige OP-Planung

Bei der kurzfristigen OP-Planung wird der Tagesablauf eines OP-Bereiches festgelegt. Personal, Geräte, Material und OP-Säle werden so eingeteilt, dass alle für den Tag geplanten Eingriffe durchgeführt werden können. Ein möglichst robuster OP-Plan ist von großer Bedeutung im klinischen Alltag.

Vorteile mathematischer Verfahren

Mathematische Verfahren eignen sich besonders für die OP-Planung, da sie die Verfügbarkeit der benötigten Ressourcen (OP-Säle, Personal, Geräte) berücksichtigen und die Beachtung von Präferenzen der verschiedenen Berufsgruppen (Krankenhausleitung, Operateure, Anästhesisten, Pflegepersonal) ermöglichen. Die Planungswünsche der verschiedenen Berufsgruppen sind zum größten Teil konkurrierend: Einerseits sind OP-Manager und Krankenhausleitung an der hohen Saal-Auslastung interessiert, andererseits möchte das OP-Personal die geplanten Arbeitszeiten einhalten.

Die Patienten sind an einer hohen Termintreue interessiert. Der Einsatz kombinatorischer Optimierung ermöglicht nicht nur die Berechnung ausgewogener OP-Pläne und Steuerung der eintreffenden Patienten und der Arbeitseinteilung des Personals, sondern hilft auch Einblicke in die Komplexität zu gewinnen. Dadurch ist es möglich, Engpässe zu identifizieren und zu beseitigen. Somit steigt die Servicequalität für den Patienten und die Kosten sinken.

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung durch:

Fraunhofer-Institut für Techno- und
Wirtschaftsmathematik ITWM
Fraunhofer-Platz 1
67663 Kaiserslautern

Dr. Michael Schröder
Telefon: +49 (0) 6 31/3 16 00-46 19
E-Mail: schroeder@itwm.fraunhofer.de

Priv.-Doz. Dr. Karl-Heinz Küfer
Abteilungsleiter »Optimierung«
Telefon: +49 (0) 6 31/3 16 00-44 91
E-Mail: kuefer@itwm.fraunhofer.de
www.itwm.fraunhofer.de

 

   

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