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Dienstag, 2010-07-06
11:21 - Automobil-Logistik / Green Logistics Marokko: Kukla wird VW-Gebietsspediteur
Münchner Spedition Kukla übernimmt für Volkswagen-Konzern sämtliche Transporte ab Marokko - Ersparnisse durch multimodale Verkehre - Stückgut und später auch Ladungsverkehr - Defin...
Donnerstag, 2010-07-08
09:17 - IPRI-Projekt zur Gestaltung einer grünen Logistik gestartet
Kunden stellen zunehmend ökologische Anforderungen an Unternehmen. Vor allem die „grüne“ Gestaltung logistischer Systeme bereits in der Produktentwicklung birgt hohe und bisher wen...
09:19 - Logistik weiß-blau
Welche Erwartungen haben produzierende Unternehmen, Logistikdienstleister, Projektentwickler oder Immobilienfonds an den idealen Logistikstandort? Das vom Cluster Logistik konzipie...
Dienstag, 2010-07-13
09:33 - Die Finanzierung des ÖPNV - Problemlagen und Handlungspfade
Terminhinweis: Difu-Seminar, 27. - 28. September 2010 in Berlin. Angesichts tief greifender Veränderungsprozesse im Zeichen nicht nur des demografischen Wandels, sondern auch steig...
Mittwoch, 2010-07-14
09:05 - Intelligenter verpacken, weniger fahren
Fraunhofer IML entwickelte neue Software UNIT repac – Optimierte Verpackungen reduzieren Lkw-Transporte. Weniger verschiedene Verpackungen verwenden und dennoch den Frachtraum beim...
Donnerstag, 2010-07-15
09:12 - Nächster Schritt zum Automotive Center Südwestfalen
Unternehmer, Politiker, Vertreter der Universität Siegen und der Fachhochschule Südwestfalen tauschen sich aus. Wie sieht das Auto der Zukunft aus? Welche Visionen lassen sich umse...
Dienstag, 2010-07-20
09:07 - 2. Erfurter Symposium zu Verkehr und Infrastruktur
Am 7. September 2010 findet an der Fachhochschule Erfurt das 2. Erfurter Symposium zu Verkehr und Infrastruktur statt. Es steht unter dem Thema "Quo Vadis - Erhaltung von Verkehrsi...
09:09 - TU Berlin: Mit Elektromotor über den Hockenheimring
Mit Elektromotor über den Hockenheimring. TU-Studierende entwickelten einen Formelrennwagen mit alternativem Antrieb / Einladung zum Roll-out von „zedX“ am 27. Juli 2010 Es ist ...
Mittwoch, 2010-07-21
09:47 - DHL testet in England ersten 18-Tonner Hybrid-LKW
DHL Supply Chain testet in Großbritannien zusammen mit Volvo Trucks den weltweit ersten 18-Tonner Hybrid-LKW im täglichen Einsatz. Das Fahrzeug mit dieselelektrischem Hybridantrieb...
09:54 - DB Schenker Rail transportiert Kohle für Mark-E
Der nordrhein-westfälische Energieversorger Mark-E hat DB Schenker Rail mit den Kohletransporten zur Versorgung seiner Kraftwerke beauftragt. Diese waren zuvor von einer anderen Gü...
10:00 - Daimler und Foton Motor unterschreiben Joint Venture Vertrag und erhalten Genehmigung zur Lkw-Produktion in China
Daimler und Foton Motor kommen bei den Verhandlungen zur Gründung eines gemeinsamen 50:50 Joint-Ventures einen großen Schritt weiter. Im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel u...
Montag, 2010-07-26
12:37 - DE software stellt PAINT.DESC BASE vor, eine Einzelplatzlösung für die Lackierplanung am PC.
Das Lackierleitsystem PAINT.DESC ist seit seiner Einführung 1998 stetig in Funktionsumfang und Leistungsfähigkeit gewachsen. Jetzt stellt DE software mit PAINT.DESC BASE eine auf d...
Mittwoch, 2010-07-28
09:23 - Alternative Antriebskonzepte: Studierende der Hochschule Karlsruhe konstruieren Elektromobil mit drahtloser Energieübertragung
Das E-Quickie ähnelt von außen einem Liegefahrrad mit Fahrerkapsel oder einer Segelflugkabine auf Rädern oder die nicht mehr ganz Jungen werden sich vielleicht auch noch an den Mes...
14:06 - Laderaum sichern, bevor Laderaum noch knapper wird
Düsseldorf 2010-07-26 – Schon seit einigen Wochen gibt es im europäischen Transportmarkt wesentlich mehr Frachtangebote als Laderaum zur Verfügung steht. Und das, obwohl der Aufsch...
Krankenhaus-Logistik: High-Tech-Lösungen für den Patienten

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Hinter der medizinischen und pflegerischen Kernkompetenz eines Krankenhauses verbergen sich viele Sekundärprozesse, die den reibungslosen Ablauf des Krankenhausbetriebes garantieren. Hierzu zählen zahlreiche Logistikdienstleistungen wie Warenwirtschaft, Patiententransport und Entsorgung von Medizin- und Medikalprodukten.

Aufgaben und Ziele

Die Krankenhauslogistik hat die wichtige Aufgabe, die Verfügbarkeit sämtlicher Ressourcen (Personal, OP-Säle, Betten, Medikamente, usw.) sicherzustellen, die für die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung nötig sind. Bei der Planung von Prozessabläufen im Krankenhaus werden oftmals mehrere gegenläufige Ziele verfolgt, d. h. nicht alle Ziele können vollständig erfüllt werden, wie zum Beispiel:

  • Planungssicherheit (z. B. hohe Termintreue)
  • Effizienz (z. B. hohe Ressourcenauslastung)
  • Patientenzufriedenheit (z. B. kurze Wartezeit)

Krankenhauslogistik - Probleme und Konflikte

Während eines Klinikaufenthalts werden in der Regel verschiedene Untersuchungen und Behandlungen in den entsprechenden Funktionsbereichen durchgeführt. Aus Sicht des Patienten sind die Terminvereinbarungen mit möglichst geringen Wartezeiten einzuhalten. Die Leitstellen wiederum fordern möglichst wenig Leerlauf für Personal und Geräte. Durch den zunehmenden Einsparzwang ist das Krankenhausmanagement außerdem an der weitgehenden Vermeidung zusätzlicher Kosten interessiert, wie sie beispielsweise durch Überstunden entstehen können.

Methodische Vorgehensweise


Im Schwerpunkt unserer Vorgehensweise steht die Erstellung ausgewogener Planungsvorschläge, die gute Kompromisse zwischen konträren Zielen unter Beachtung technischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bieten. Ferner werden Handlungsspielräume für die Planungsziele aufgezeigt, die eine individuelle Entscheidungsfindung ermöglichen.

»Harte« und »weiche« Rahmenbedingungen


Das Fraunhofer ITWM entwickelt Optimierungsmodelle und -methoden, die auf verschiedene Datenpools (z. B. Krankenhausinformationssystem und andere EDV-Systeme) und Präferenzen der Akteure zugreifen. Dabei werden diverse »weiche« und »harte« Rahmenbedingungen berücksichtigt, die die verfügbaren Ressourcen beschränken. Weiche Einschränkungen sind solche, die zur Optimierung der Pläne dienen, aber nicht unbedingt eingehalten werden müssen; ihre Überschreitung wird jedoch bestraft. So kann nach Auslastung  der vorhandenen personellen Ressourcen zusätzliche Kapazität in Form von Überstunden genutzt werden.

Zu den harten Einschränkungen gehört beispielsweise die technische Ausrüstung der OP-Säle. Der Nutzen einer modellgestützten Planung im Bereich der Krankenhauslogistik ist für den Anwender sehr hoch. Denn mit ihr lassen sich die verfügbaren Ressourcen effizient einsetzen und Ziele wie höhere Patientenzufriedenheit, verbesserte Personalplanung und geringere Kosten erreichen.

Während eines Krankenhausaufenthalts nimmt der Patient meist verschiedene Funktionsbereiche in Anspruch, in denen Leistungen zur Diagnose und Therapie erbracht werden. Lange Wartezeiten sind dabei nicht ungewöhnlich, wenn eine geplante Untersuchung sich verzögert oder wenn der Krankentransportdienst den Patienten nicht zur gewünschten Uhrzeit abholen kann.

Aufgabe und Bedeutung


Der Krankentransportdienst befördert Patienten zwischen Bettenstationen und Leistungsstellen als Schiebedienste oder mit speziellen Fahrzeugen. Die tägliche Disposition dieser Transporte gehört zwar nicht zu den Kernaufgaben einer Klinik, hat jedoch erhebliche Auswirkungen auf andere Bereiche: Wenn beispielsweise der zu operierende Patient nicht rechtzeitig im OP-Bereich eintrifft, kommt es zu teurem Stillstand. Bei der Abwicklung von Krankentransporten werden offene Aufträge den verfügbaren Transportteams unter Berücksichtigung ihrer räumlichen und zeitlichen Nähe zugeteilt. Für jedes Team werden verschiedene Aufträge zu einer Tour gebündelt, wobei jede Tour die Reihenfolge der anzufahrenden Abhol- und Zielorte sowie die geplanten Ankunftzeiten für die Anfahrpunkte enthält.

Dabei entstehen konfliktäre Ziele:

  • Minimierung der Betriebskosten durch möglichst kurze Touren und weitgehende Vermeidung von Leerfahrten
  • gleichmäßige Auslastung der Transportressourcen
  • Verbesserung der Servicequalität durch geringe Patientenwartezeiten Vorteile mathematischer Verfahren

 

Mithilfe mathematischer Optimierungsverfahren werden die besten Kompromisse herausgefiltert und dem Disponenten zur Entscheidungsunterstützung unterbreitet. Da im Laufe des Tages ständig neue, kurzfristig angeforderte Transportaufträge (z. B. durch Klinik-Neueinweisungen und Notfälle) auftreten, werden bestehende Tourenpläne in Echtzeit überarbeitet. Der OP-Bereich ist der kostenintensivste Arbeitsplatz im Krankenhaus. Durch verbesserte Koordination und Planung aller Arbeitsabläufe lassen sich Verbesserungspotenziale für die Krankenversorgung erschließen und Einsparungen erzielen. Zu den Tätigkeiten des OP-Managements gehören die OP-Planung, die Abstimmung der benötigten und der vorhandenen Personalkapazitäten und Materialressourcen, die Organisation der Personaleinsatzpläne, die Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit des OP-Bereiches und das Qualitätsmanagement.

Mittelfristige OP-Planung

Bei der mittelfristigen OP-Planung werden Termine ca. eine bis drei Wochen im Voraus gebucht.

Eine balancierte wöchentliche Aufteilung der verfügbaren Ressourcen wie zum Beispiel die Belegung der OP-Säle und der Betten, sowie das Einhalten der regulären Arbeitszeiten bzw. der jeweiligen Kontingente der Abteilungen sind hierbei von besonderer Bedeutung.

Kurzfristige OP-Planung

Bei der kurzfristigen OP-Planung wird der Tagesablauf eines OP-Bereiches festgelegt. Personal, Geräte, Material und OP-Säle werden so eingeteilt, dass alle für den Tag geplanten Eingriffe durchgeführt werden können. Ein möglichst robuster OP-Plan ist von großer Bedeutung im klinischen Alltag.

Vorteile mathematischer Verfahren

Mathematische Verfahren eignen sich besonders für die OP-Planung, da sie die Verfügbarkeit der benötigten Ressourcen (OP-Säle, Personal, Geräte) berücksichtigen und die Beachtung von Präferenzen der verschiedenen Berufsgruppen (Krankenhausleitung, Operateure, Anästhesisten, Pflegepersonal) ermöglichen. Die Planungswünsche der verschiedenen Berufsgruppen sind zum größten Teil konkurrierend: Einerseits sind OP-Manager und Krankenhausleitung an der hohen Saal-Auslastung interessiert, andererseits möchte das OP-Personal die geplanten Arbeitszeiten einhalten.

Die Patienten sind an einer hohen Termintreue interessiert. Der Einsatz kombinatorischer Optimierung ermöglicht nicht nur die Berechnung ausgewogener OP-Pläne und Steuerung der eintreffenden Patienten und der Arbeitseinteilung des Personals, sondern hilft auch Einblicke in die Komplexität zu gewinnen. Dadurch ist es möglich, Engpässe zu identifizieren und zu beseitigen. Somit steigt die Servicequalität für den Patienten und die Kosten sinken.

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung durch:

Fraunhofer-Institut für Techno- und
Wirtschaftsmathematik ITWM
Fraunhofer-Platz 1
67663 Kaiserslautern

Dr. Michael Schröder
Telefon: +49 (0) 6 31/3 16 00-46 19
E-Mail: schroeder@itwm.fraunhofer.de

Priv.-Doz. Dr. Karl-Heinz Küfer
Abteilungsleiter »Optimierung«
Telefon: +49 (0) 6 31/3 16 00-44 91
E-Mail: kuefer@itwm.fraunhofer.de
www.itwm.fraunhofer.de

 

   

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